Im Gegensatz zu früher kann heute bei fast jedem Wetter gelandet und gestartet werden. Allerdings bleiben Landungen bei schlechter Sicht auch heute noch trotz vieler technischer Hilfsmittel anspruchsvoll.
Landungen bei schlechter Sicht können i.d.R. nur mit Instrumentenflugberechtigung (IFR) und einem Instrumentenlandesystem (ILS) durchgeführt werden.
Vor jeder Landung muss der Pilot in einer Entscheidungshöhe über die entgültige Landung entscheiden. Je nach Anflugbedingungen werden diese in verschiedenen ILS-Kategorien (CAT I, CAT II, CAT III) zusammengefasst.
Das folgende Video zeigt eine Landung nach CAT III, der schwierigsten Kategorie. Hier ist wirklich absolutes Vertrauen in die Technik gefragt.
Während das untere Rad schon den Boden berührt hat und sich bereits dreht, kann am vorderen Rad noch die Beschriftung abgelesen werden. Aufgenommen bei der Landung einer A330 in Zürich. Spektakuläres Foto:
Die australische Luftfahrtbehörde hat einen vorläufigen Untersuchungsbericht zu diesem Vorfall (Spiegelartikel) veröffentlicht. Als Folge fiel unter anderem auch das komplette Instrumentenlandesystem aus und die Piloten sind nach Sichtflugregeln gelandet. Die Explosion im Rumpf wurde durch einen defekten Sauerstofftank verursacht. Die genaue Ursache für die Explosion steht jedoch noch nicht fest. Der Jumbo soll nach der Reparatur wieder in den Linienbetrieb gehen.
Der Untersuchungsbericht kann hier heruntergeladen werden. Auch ein Blick in dieses PDF-Dokument ist empfehlenswert: ausführliche Darstellung anhand von Skizzen und Bildern & dazugehöriger Text.
Ein Frachtflugzeug vom Typ Boeing B747-209F/SCD der Kalita Air ist gestern nach einem Startabruch auf einem Flughafen nahe bei Brüssel auseinanderbrochen. Die fünfköpige Crew konnte das Flugzeug unverletzt verlassen. Das Flugzeug ist wohl ein Totalverlust:
Die Anzahl von verfügbaren Werkstoffen, die für die Luft- und Raumfahrt geeignet sind, ist überschaubar. Das liegt hauptsächlich daran, dass an die Werkstoffe enorme Anforderungen gestellt werden.
Nachdem der Dreamliner in letzter Zeit nur mit möglichen Verspätungen Schlagzeilen gemacht hat, wurden jetzt neue Bilder (insgesamt 40) von der Produktion der Boeing B787 auf der Website CNNmoney.com veröffentlicht.
Bild 9/10/11: Diese Bilder zeigen, wie die Kohlefaserbauteile hergestellt werden. Von 300 Rollen (Englisch: spools) werden die Stränge (Englisch: strands) zu Kohlefaserlagen (Englisch: sheets) zusammengeführt. Anschließend werden die Lagen übereinander gelegt und mit einem speziellen Epoxidharz (Fachbegriff: Matrix) bestrichen. In einem speziellem Offen [Bild 14] (Fachbegriff: Autoklave) werden die Kohlefaserlagen miteinander verbacken, z.B. zu einem Rumpfsegment. Kohlefaserverbundwerkstoffe sind ein Produkt der Luft- und Raumfahrttechnik.
Bild 20: Abbildung von einem der beiden Triebwerke. Hier fällt die enorme Größe des Fans auf. Auch wurde die Anzahl der Blades (Schaufelblätter) reduziert. Dafür sind die Blades deutlich größer und “geschwungener”, u. a. wurden durch diese Maßnahmen die Effizienz des Flugzeuges deutlich gesteigert.